Startseite

Herzlich Willkommen! Schön, dass Sie vorbeischauen!

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über uns, unsere Arbeit und unsere Projekte.
Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Aktuelles Grußwort des Vorstands zum neuen Jahr mit Ausblick auf das kommende Jahr: LINK

Aktuelle Informationen finden Sie auch immer im Newsletter! Den aktuellen Newfsletter finden Sie hier: Link


Tag des Denkmals am 13. September 2026

Alte Schule und Gräfenhof – Zeugen der Vergangenheit in Brück

Es Die Werkstatt für Ortsgeschichte Köln-Brück beteiligt sich in diesem Jahr erneut nach einer längeren Pause am deutschlandweiten „Tag des Denkmals“. Schirmherr der Veranstaltungen in Köln ist der Oberbürgermeister.

Eigentlich sollte das Traditionslokal „Em Hähnche“ im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. In 2025 fand sich endlich ein Käufer für das imposante Ensemble. Doch leider stocken seit Monaten alle Renovierungsarbeiten, und der neue Eigentümer ist nicht erreichbar oder meldet sich nicht zurück.

Wir haben uns nun entschieden, zwei Gebäude, die die Geschichte Brücks geprägt haben, vorzustellen. Unter der fachkundigen und humorvollen Leitung von Dr. Fritz Bilz wird neben der alten Schule mit ihrem sehenswerten Gewölbekeller ein weiterer Ort von historischer Bedeutung im Ort angesteuert – der Gräfenhof.

1994 Bild: die alte Schule 1994 (GW-Archiv)

Bild: die alte Schule in den 1980er Jahren (GW-Archiv)Urkundlich erwähnt wurde der später Gräfenhof genannte Herrenhof 1166. Er hat eine wechselvolle Geschichte und verschiedene Besitzer, wie z. B. die Grafen von Berg, und diente während des Nationalsozialismus der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) als Schweinemästerei. Seit 1985 entstand eine Wohnanlage, die sich weitgehend an die alte Bauweise anlehnt.

Deutlich jünger, 1821 erbaut, ist das alte Schulhaus, das einen Klassenraum und die Wohnung des Lehrers enthielt. Es ist bis heute erhalten und beherbergt nach dem Bau der neuen Schule seit 1992 ein Restaurant. Zuletzt bekannt als „Weinhaus Alte Schule“ hat der neue Pächter das Restaurant kürzlich umbenannt in „Casa Pequena“.

Der Rundgang dauert etwa 90 Minuten und ist für Jung und Alt geeignet. Die Teilnahme ist kostenlos.

Treffpunkt: „Casa Pequena“ (alte Schule), Olpener Str. 928, 51109 Köln
Beginn: 11.30 Uhr, Dauer: ca. 90 Minuten
Leitung: Dr. Fritz Bilz
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Alle Veranstaltungen im Rahmen des Denkmaltags sind kostenlos.
Über eine Spende freuen wir uns. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich und für Menschen ab 6 Jahre geeignet.t



Fotosammlung Ludemann bereichert das Fotoarchiv

Bereits im Newsletter 06/2026 erwähnten wir, dass uns die Brückerin Elisabeth Ludemann eine Fotosammlung ihres verstorbenen Ehemannes zur Digitalisierung überlassen hatte. Insgesamt handelt es sich um 119 Fotos mit den Schwerpunkten Olpener Straße und Brücker Mauspfad, die den Zeitraum von Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 80-er Jahre umfassen. Vereinzelt finden sich Postkarten und Zeitungskopien darunter, aber auch historische Fotos aus dem Alltag sowie Brücker Ereignisse rund um die Kirche St. Hubertus (z. B. ehemalige Kapelle, Bau der neuen Pfarrkirche, die Glockenweihe). Interessant sind auch einzelne Gegenüberstellungen von Straßensichten früher und aus den 80-er Jahren. Veränderungen in der Bebauung Brücks lassen sich anhand von mehreren Luftaufnahmen nachvollziehen, die entweder vom Kirchturm aus geschossen wurden oder offenkundig von einem Überflug stammen. Die Sammlung Ludemann wird mit Sicherheit die eine oder andere Publikation der Geschichtswerkstatt bildlich bereichern. An dieser Stelle danken wir Elisabeth Ludemann für die Überlassung der Fotos.

2023-12 Einweihung der Tafeln zur „Neuen Heimat“, Overather Straße mit Beteiligung der Bezirksbürgermeisterin


erate Reihe: Foto mit dem abgestützten Fachwerkhaus: Olpener Straße 885-887, ehemals Kohlenhandlung, abgerissen, zeitweise Sparkasse, jetzt Atelier Haar&Kosmetik, Datum unbekanntBildbeschreibung folgtBildbeschreibung folgt
zweite Reihe: Mauspfadfoto: Brücker Mauspfad Höhe Hs.-Nr. 503, Blick Richtung Straße Am Hirschsprung (links), alle Gebäude abgerissen, Datum unbekanntBildbeschreibung folgtBildbeschreibung folgt
dritte Reihe: Bildbeschreibung folgt

Bildbeschreibung folgtBildbeschreibung folgt
vierte Reihe: Bildbeschreibung folgtBildbeschreibung folgtFoto mit Dachdecker: Olpener Str. 881 (Fronhof)/ Ecke Mauspfad, abgerissen, von Haus Schlömer aus fotografiert, jetzt EG Autogalerie, Datum unbekannt


Fahrradexkursion zu Zielen mit historischer Bedeutung

Es war eine bunt gemischte Gruppe von 13 Personen, die sich bei strahlendem Sonnenschein vom Brücker Marktplatz aus mit ihren Fahrrädern in Bewegung setzte. Erstes Ziel war der neue Kalker Friedhof in Merheim. Diesen erreichte die Gruppe über den Merheimer Fronhof an der Kirche vorbei.

Der Leiter der Exkursion, der stellvertretende Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Mathias Götze-Wittschier, gab einige Erklärungen über die Entstehung des Friedhofs sowie dessen teilweise prominente „Be­leg­­schaft“.  Zwei bekannte Namen sind z. B. der Lehrer Welsch und der Kalker Brauereibesitzer Bardenheuer. Auf dem Friedhof gibt es auch ein Ehrenmal für verstorbene und ermordete Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen.

Von hier aus ging es über die Merheimer Heide zur Germania Siedlung. Diese denkmalgeschützte Siedlung wurde einmal umrundet, bevor der Leier unserer Tour einige Erläuterungen zur Historie der Siedlung zum Besten gab. Von hier aus radelte die Gruppe am alten Kalker Friedhof vorbei. Dieses Gelände wurde entwidmet und ist heute ein öffentlicher Park.

Nächstes Ziel war das Gremberger Wäldchen, wo an einem Schutzhaus eine größere Pause eingelegt wurde. Mitgebrachter Proviant konnte hier bequem im Schatten verzehrt werden. Nach dieser ausgiebigen Pause gab es in der Nähe einen kurzen Stopp an der Stelle, wo sich bis April 1945 das Krankenlager für die Zwangsarbeiter befand. (In unserem letzten Newsletter Mai 2026 hatten wir sehr ausführlich über das Lager und die Gedenkveranstaltung berichtet.)

Vorletzte Station war ein „Lost Place“, der sich in der Nähe befindet. Es handelt sich um das Zwischenwerk IXb, das zum preußischen Festungsring rund um Köln gehörte. Nur ein schmaler Trampelpfad führt zu dem imposanten Bauwerk, das heute von Fledermäusen bewohnt wird. Auch hier gab es wieder Erklärungen zum Festungsgürtel und zum Leben in und um die Festungen herum. Damals waren die Franzosen unsere Erzfeinde, heute sind sie unsere Partner. Diese Erkenntnis aus der Geschichte sollte uns zu denken geben, da wir heute dazu neigen, wieder in Feindbildern zu denken (diesmal die Russen). Mathias Götze-Wittschier wies in diesem Kontext als Denkanstoß auf das Konzept „Sicherheit neu denken“ hin (im Internet abrufbar) .

Letzte Station war die Humboldtsiedlung. Manche Häuser erinnern noch heute daran, dass sie für die ausgebombten Familien der Arbeiter der Klöckner Humboldt Deutz Werke gebaut wurden. Unser Experte berichtete über die vielen vergeblichen Versuche der Stadt Köln, diese Siedlung durch ein Gewerbegebiet zu ersetzen, und den erfolgreichen Widerstand der Bewohner gegen diese Pläne.

Die Zeit war recht fortgeschritten, und so ging es entlang des Neubrücker Rings schnurstracks zum Brücker Marktplatz zurück. Alle Teilnehmer waren begeistert von der ausgewählten Route und den informativen  Erläuterungen.



Rückblick auf unser erstes Kneipenquiz

Tolle Stimmung beim 1. Brücker KneipenquizGrosser Erfolg der Premiere im „Alt Brück“

Hätten Sie’ s gewusst? „Wo stand die erste Kneipe in Brück?“ Tja…“An der Olpener Strasse/Ecke Hoffnungsthaler Strasse oder an der Kreuzung Olpener Strasse/Brücker Mauspfad oder Am Brücker Markt“. Solche und ähnlich knifflige 27 Fragen mit je drei Antwortmöglichkeiten stellte das erste Kneipenquiz der Werkstatt für Ortsgeschichte Köln-Brück Anfang Mai in der Gastwirtschaft „Alt Brück“ an der Olpenerstrasse. Sortiert in die Kapitel „vorgestern“, „gestern“ und „heute“ musste man sich in der Geschichte und Gegenwart unseres Stadtteils schon sehr gut auskennen, um zu gewinnen. 10 Gruppen zu je drei Ratenden bildeten sich spontan oder verabredet, nur die aktiven Mitglieder der Werkstatt waren vom Mitraten ausgeschlossen, weshalb man nicht weiss, ob die Spezialistinnen und Experten alle Fragen hätten beantworten können…


Sicher beantworten konnte sie der Mitgründer der Geschichtswerkstatt, der Historiker und gebürtige Brücker Dr. Fritz Bilz, der nicht nur die Fragen und Antworten formulierte, sondern auch als Conferencier unterhaltsam und kenntnisreich nach jeder Runde die Antworten erläuterte und kommentierte.  Seine witzige Moderation trug zu heiteren Stimmung bei, doch vor allem die Ratenden amüsierten sich. „Hab’ ich Euch doch gesagt“ lautete in gespielter Empörung so mancher Kommentar bei der Auflösung, auch ein „siehste!“ oder „das hätte ich nie gedacht!“ war häufig zu hören. Ernsthafte Auseinandersetzungen gab es aber nicht, stattdessen wurde viel gelacht und diskutiert über Fragen wie „Wie viele Kneipen gab es in der Spitze in Brück?“. Die Antworten „11 oder 15 oder 8“ liessen Spielräume für viele Erinnerungen der Älteren und Spekulationen der Jüngeren.


Zum Gelingen des Abends trugen natürlich Wirt Henri und sein Team bei. Der Wirt spendierte die Preise in Form von drei Getränkegutscheinen in Höhe von 50, 30 und 10 Euro. Den „Siegerscheck“ sicherte sich eine vergnügte, kompetente und verschworene Doppelkopfrunde vom Lehmbacher Weg, den 3. Platz teilten sich vier Gruppen und erst eine Stichfrage des Wirtes („Wie lange ist er Wirt vom „Alt Brück“)  entschied. Für die Siegergruppen gab es von der Werkstatt Buchgeschenke, unseren „Radführer“ und „Zu Fuss durch Brück“.  Henri liess den Hut rumgehen nund es sammelten sich erkleckliche 170,20€, die der Wirt großherzig der Werkstatt spendete.

Alle waren sich einig: Das Brücker Kneipenquiz der Werkstatt für Ortsgeschichte darf kein einmaliges Ereignis gewesen sein. An Fragen über unseren vielfältigen und geschichtsträchtigen Stadtteil gibt es schließlich keinen Mangel. Übrigens trifft sich jedem 3. Dienstag im Monat um 19:30 Uhr der Stammtisch der Werkstatt im „Alt-Brück“. Jede und Jeder ist willkommen und kann im Gespräch mit uns schon mal Informationen für das nächste Kneipenquiz einsammel