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Gedenkveranstalung für die getöteten Flakhelfer

Nie wieder Krieg! Mit dieser Haltung stehen wir hier heute an diesem Mahnmal, wo vor 81 Jahren 17 junge Menschen und ein Wehrmachtssoldat durch einen Bombenangriff ums Leben gekommen sind.“ So leitete der stellvertretende Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Köln-Brück, Mathias Götze-Wittschier, seine Rede zum Gedenken an den Tod der Flakhelfer und eines Soldaten ein. Dieses Gedenken findet alljährlich am 28. Januar an der Ecke Dattenfelder Str./Rather Kirchweg in Brück statt, an dem Mahnmal, das im Jahre 2000 von der Geschichtswerkstatt initiiert wurde.

Dort, wo in den letzten Kriegsmonaten Schüler des Schaurte-Gymnasiums Deutz, des Gymnasiums Bergneustadt und der Mittelschule Wiehl als Flakhelfer zur Verteidigung des Fliegerhorsts Ostheim berufen waren und ihr Leben lassen mussten.

Trotz leichtem Nieselregen hatten sich neben zwanzig Teilnehmern auch die Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer, SPD, und der stellvertretende BV-
Vorsitzende Jan Schlagenhauf, Die Linke, eingefunden. Er hob in seinem Grußwort als Vertreter der Bezirksvertretung Kalk die Bedeutung der Arbeit der Geschichtswerkstätten hervor. Er betonte, dass das Gedenken angewandter Antifaschismus sei und dass es auch Auftrag der Geschichtswerkstätten sei, die Wiederkehr des Grauens zu verhindern.

Mathias Götze-Wittschier griff in seiner Rede die Problematik der Friedensbewegung nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine auf. Es stellten sich Fragen wie: Müssen Friedensinitiativen ihre Fixierung auf gewaltfreien Widerstand überdenken?


Ergebnisse der Friedensforschung zeigten, dass es eines ganzheitlichen Lösungsansatzes bedürfe, der Aspekte wie ungleiche Wohlstandsverteilung, Klimaerwärmung und westzentriertes Dominanzdenken mit einbeziehe. Neben „Kriegstüchtigkeit“ gehe es auch um „Friedenstüchtigkeit“. Es gelte, ein fundiertes Friedenskonzept zu entwickeln und in die Politik einfließen zu lassen. Götze-Wittschier verwies auf die 2018 gegründete Initiative
Sicherheit neu denken“. Sie zeige auf, wie bis 2040 die aktuelle militärisch bestimmte Sicherheitspolitik durch eine zivile Geostrategie der EU ersetzt werden könne. Die Rede endete mit dem Appell, sich für ein Friedenskonzept einzusetzen. „Das sind wir den toten Jugendlichen schuldig, derer wir heute hier gedenken.“

Zum Abschluss der Gedenkfeier bat die Vereinsvorsitzende Ingrid Hege- Wilmschen die Teilnehmer der Veranstaltung, 17 weiße Rosen auf dem Mahnmal abzulegen. Unter den Besuchern war auch der Sohn des im letzten Jahr verstorbenen Peter Neuhausen. Dieser hatte den Bombenangriff 1945 überlebt und regelmäßig am jährlich stattfindenden Gedenken teilgenommen.

Ansprache von Jan Schlagenhauf (BV Kalk, Die Linke)PDF-Datei
Ansprache von Mathias Götze-Wittschier (GW Köln-Brück)PDF-Datei




Einladung zur Gedenkveranstaltung 28. Januar



Einladung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus




Nachruf auf Jochen Dilling

Unser Mitglied Dr. Jochen Dilling ist am 8. Januar 2026 nach langer Krankheit mit 91 Jahren verstorben.
Er trat kurz nach ihrer Gründung in die Werkstatt für Ortsgeschichte Köln-Brück ein. In sieben Publikationen hat Jochen Dilling mitgewirkt. Seine Schwerpunkte waren die Geschichte der Wege, Straßen, Bergwerke und Neu-Brück.

Er achtete immer darauf, dass die Grundidee der Geschichtswerkstatt – Geschichte „von unten“ zu betreiben – in unseren Aktivitäten nicht zu kurz kam.
Wir schätzten neben seiner Sachkenntnis seine ruhige und ausgleichende Art. Wir verlieren in ihm eines unserer aktiven Mitglieder. Wir wünschen seiner Frau Antje viel Kraft, ihren Verlust zu verarbeiten.

Wir verlieren in Jochen Dilling ein viele Jahre sehr engagiertes Mitglied und einen wertvollen Ideengeber. Wir gedenken seiner mit großer Wertschätzung.

Dr. Fritz Bilz für die Geschichtswerkstatt Köln-Brück



Rückblick auf das vergangene Jahr

Wie jedes Jahr fand die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in der Antoniterkirche statt, an der die Geschichtswerkstatt als Mitveranstalter beteiligt ist. 2025 wurde an den 80sten Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz erinnert.
Am 28. Januar fand wie jedes Jahr die Gedenkveranstaltung für die 17 Flakhelfer statt, auf der Mathias Götze-Wittschier in seiner Rede auf die Bedrohung der Demokratie durch den erstarkenden Rechtsextremismus einging. In Vertretung der Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer sprach Gabi Moorbach. In der Presse erschien eine ausführliche Darstellung der Veranstaltung und darüber hinaus ein Artikel zur 25-jährigen Geschichte des Flakhelfer-Mahnmals.

Am 18. März fand unsere Jahreshauptversammlung statt, auf der unser Arbeitsbericht des letzten Jahres und die Planungen für das Jahr 2025 vorgestellt wurden. Im Anschluss daran las Ulla Lessmann einige ihrer Satiren.

Am 9. April führten wir in der ausverkauften Brücker Buchhandlung eine szenische Lesung zum Thema ‚80 Jahre Kriegsende in Brück‘ durch, die eine ungeheuer positive Resonanz hatte. Der Text der Lesung ist auf unserer Web-Seite einsehbar.
Am 30. April fand in Zusammenarbeit mit dem BUND und unter Leitung von Holger Sticht eine Wanderung durch die Felder zwischen Rath und Brück statt anlässlich der Diskussion um die Bebauungspläne.

Am 14. Juni fand die traditionelle Veranstaltung im Steinhaus statt, dieses Mal zum Thema ‚Geschichten von der Schäl Sick‘ – wie immer mit Kaffee und Kuchen. Verbunden war diese Veranstaltung mit einer Radführung, unter der Leitung von Mathias Götze-Wittschier, zu historischen Orten im Königsforst.
Am 28. Juni wurde im Rahmen der Abiturfeier der Reinhard-Engert-Preis an Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schaurtestraße verliehen. In verschiedenen beeindruckenden Arbeiten hatten sie Abituraufsätze der NS-Zeit aus dem schuleigenen Archiv analysiert. Auch hierzu erschien ein Artikel in der Presse.

Im August erschien ein Podcast der Geschichtswerkstatt auf der Seite ‚7Tage1Song‘, der zu dem Lied von Hannes Wader ‚Es ist an der Zeit‘ – einem Song gegen die Sinnlosigkeit des Krieges – Parallelen zum Schicksal der Flakhelfer und zu aktuellen Kriegen thematisiert. Der Podcast ist hier auf unserer Webseite abrufbar.

Am 13. September organisierte der Bürgerverein auf dem Marktplatz ein Fest zu 111 Jahren Eingemeindung von Brück, auf dem Fritz Bilz und Ulla Lessmann eine anekdotenreiche Rede zur Geschichte Brücks vortrugen, die eine große Resonanz hatte und auch auf unserer Webseite nachzulesen ist.

Am 19. Oktober führten wir in Zusammenarbeit mit der Synagogengemeinde und unter der sachkundigen Leitung von Herrn Günther eine Führung über den jüdischen Friedhof Deutz durch. Da die Zahl der Anmeldungen die vorgegebene Kapazität massiv übertraf, wird eine Neuauflage der Veranstaltung am 19. April 2026 um 15 Uhr stattfinden.

An 4 Tagen im November führte Fritz Bilz gemeinsam mit Mathias Götze-Wittschier die dritten und vierten Klassen der Katholischen Grundschule Köln-Brück zu historischen Orten (und Geheimnissen) in Brück. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen waren begeistert.
Ebenfalls im November erschien das Buch ‚Kölner Geheimnisse Teil 2‘, in dem unser Mitglied Fritz Bilz zwei Brücker Geheimnisse (Doppel-Peitschenmaste am Neubrücker Ring und die lateinische Inschrift der Brücker Kapelle) vorstellt.
Das gesellige Adventsessen des aktiven Arbeitskreises fand Ende November statt.

Im Dezember konnten wir nach intensiver Teamarbeit unsere neuen Internetseiten vorstellen. Sie informieren jetzt noch aktueller über alle Ereignisse rund um Brück und die Geschichtswerkstatt. Kurz vor Weihnachten erschienen die zwei beschriebenen Texte von Fritz Bilz in verschiedenen Kölner Zeitungen.

Dank des regelmäßigen Erscheinens des Newsletters sind wir auch außerhalb von Veranstaltungen im Stadtteil präsent. Außerdem haben wir einen Flyer erstellt, auf dem wir uns mit unseren Zielsetzungen und Aktivitäten vorstellen.


Dr. Ingrid Hege-Wilmschen
Januar 2026